Gruselnachtgeschichten

übers Leben, Lieben und Leiden

Das Altenheim der Hirsche

Während Harald in seinem schicksten Frottee-Schlafanzug mit Comic-Eistüten-Druck gekleidet im knarzenden Rollstuhl herumkutschiert wurde, wartete Rehmann Roland bereits im heruntergekommenen Amüsierzimmer auf seinen geweihten Freund für die tägliche Stunde Schach. Nach dem mittäglichen Spaghetti-Desaster hingen ihm noch ein paar Nudeln aus dem Geweih, welche etwas die Sicht behinderten, ihn aber nicht weiter störten. An Weihnachten hing man ihm schließlich auch immer Lametta in die Krone. Nach der unerbittlichem Schachkampf, den Hirsch Harald mal wieder gewann, wurde wie jeden Tag Eierlikör gereicht um die anschließende Runde Bingo mit allen Insassen des Heims so richtig in Fahrt zu bringen. Gab es allerdings nur Grog, dann war ein erbitterter Kampf mit den kurzröckigen Altenpflegerinnen vorprogrammiert. Nicht selten kam dabei eine zu Tode.

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