Gruselnachtgeschichten

übers Leben, Lieben und Leiden

Fritz Honka – der Hamburger Serienkiller

Kennt ihr das, ihr seid an einem Ort, wo vor Urzeiten etwas Einzigartiges/Eigenwilliges/ oder einfach Krasses passiert ist und allein das Wissen, dass es dort passiert ist, macht diesen Ort umso besonderer? Es ist ja kein Geheimnis, dass ich einen Klatsch habe, was Serienkiller angeht. So hat es mich fast aus den Socken gehauen, dass einen Steinwurf entfernt von mir ein solcher Mann lebte und mordete. Es handelt sich um Fritz Honka.

Ich las mich natürlich sofort in die Materie und war baff an wievielen Punkten ich fast täglich vorbeiging, an denen sich auch Fritz damals rumtrieb. Seine Opfer, vornehmlich leichte Mädchen und Stadtstreicherinnen gabelte er Im “Elbschlosskeller” auf, einer Bar-Kaschemme die bis heute existiert und die ich jedes mal sehe, wenn ich zum nahegelegenen Supermarkt einkaufen gehe. Auch im “Zum Goldenen Handschuh” fand Honka das eine oder andere strangulierbare Schändigungsopfer, welche allesamt Frauen waren, die niemand vermisste, weswegen es vor Auffindung der Leichenteile nicht zu polizeilichen Ermittlungen kam. Die Alkoholschenken waren Auffangbecken gescheiterter Existenzen, abgehalfterter Nutten und Trinkern, die dort hinkamen um zu saufen und ihr Leben, wenn auch nur für einen Moment, zu vergessen und dort manchmal ein Schwätzchen zu halten, was Fritz nutze um sich besteigbaren Frauen zu nähern.

Jedes mal wenn ich an diesen ollen Kneipen vorbei laufe, sehe ich im Geiste wie Honka, ein nicht ganz so attraktiver Mann, der dort eine bezahlte Liebelei suchte, sie dann mit nach Hause nahm um sie dort nach verweigertem Geschlechteverkehr oder zu lustlosem Liebesspiel die Damen erdrosselte. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sehr manche dieser Mörder anfangen zu denken, man würde sie nie schnappen. Deswegen werden sie unüberlegt. Handeln fahrlässig oder einfach lustlos. So brachte er sein erstes Mordopfer noch nach Altona, wo er die zerhackte Dame versteckte, doch schon bald deponierte er die Leichenteile einfach in seiner Wohnung. Sie waren einfach zu schwer und es hätte im Treppenhaus dann so ein Gepolter gegeben, gab Honka an. Wie man in schwer alkoholisiertem Zustand, schon fast beim Stillstand der Augen noch mit einer Fuchsschwanzsäge Menschen zerstückeln kann ist mir auch ein Rätsel. Er hätte das Spiel wahrscheinlich noch Jahre so weiter spielen können, wäre in einer Wohnung in dem Haus in dem er lebte nicht ein Feuer ausgebrochen. So wurde Honka’s Treiben, wie bei vielen anderen Serienkillern, nur durch einen Zufall aufgedeckt. Honka war nicht Zuhause, als das Feuer loderte und so bekam er auch nicht mit, dass ein Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten auf einmal Teile von diversen Leichen entdeckte und sofort die Polizei verständigte. Krass, oder?

Erst kürzlich war ich auf dem Weg zum Drogeriemarkt, als mir plötzlich ein Flyer vor die Füße flog. Auf der Frontseite war Honka abgebildet. Ich erschrak einen Moment, hob das Stück Papier auf, nur um zu sehen dass Heinz Strunk ein Buch über ihn geschrieben hatte, welches mit dem Flyer beworben wurde. Ich habe es noch nicht gelesen, das werde ich aber schnellstmöglich nachholen!

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