Gruselnachtgeschichten

übers Leben, Lieben und Leiden

Warum

Alles fing in meinem Studium an. Aus einer Liste mit knapp 30 verschiedenen Kursen musste ich mir eine handvoll für jedes Semester aussuchen. Da ich einiges schnell ausschließen konnte, da es mich exakt 0 interessiert hat, stolperte ich irgendwann über den »Creative Writing« Kurs. Er brachte mir nicht viele wichtige Punkte um das Studium zu bestehen, aber das Schreiben von Geschichten fand ich schon immer toll. Also schrieb ich mich ein…

Es war eine Offenbarung! Die Dozentin war der absolute Hammer, gab uns fantastische Aufgaben um unsere kreativen Hirnsäfte zu wahren Wasserfällen anzuregen und schnell fand ich mich immer häufiger mit meiner Klasse irgendwo sitzend, beobachtend und schreibend. Meine Kladde füllte sich in Lichtgeschwindigkeit und Aufgaben, die eigentlich nur eine kurze Geschichte mit knapp 100 Wörtern erforderten (eine Kürzestgeschichte) wurden halbe Romane. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu schreiben. Auch wenn ich oft gruselige Schauergeschichten im Kurs zum Besten gab und als Aufgabenlösung einreichte, meine Dozentin war begeistert und ermutigte mich immer mehr, weiter zu schreiben, genauer zu beobachten, genauer in die Figuren hineinzufühlen.

In dieser Zeit machte ich häufig Spaziergänge. Meist nachts, wenn in normalen Städten alles schläft, hier auf dem Kiez aber erst all die finsteren Gestalten aus ihren Löchern kriechen. Ich hatte immer einen kleinen Block mit Stift in der Tasche oder brabbelte munter in meinen mp3-Player, der zu meiner Verwunderung auch eine Aufnahmefunktion besaß, um alles festzuhalten, da mein Hirn gerne alles Gute binnen Sekunden löscht.

Jetzt

Ich bin wirklich eine Leseratte. Hat mich eine Geschichte gepackt, dann lese ich so lange bis ich das Buch und meine Augen wirklich nicht mehr (auf)halten kann. Meine Liebe zu Thrillern brachte mich irgendwann zu der Überlegung, ob ich nicht selber mal ein Buch schreiben sollte. Genug Horror konnte ich aus meiner Vorstellungskraft ziehen (danke an dieser Stelle an alle Horror-Filmemacher!) und so schwer konnte das ja nicht sein, oder? Weit gefehlt.

Ich googlete also »Wie schreibt man ein Buch« und hätte mir um ein Haar das gleichnamige Buch gekauft, doch las ich die Ansätze und Hilfestellungen lieber online und war mir irgendwann klar, dass ich in kein Rater passe. Ich bin weder der Planer, der alles vorher erst skizziert und plant, alle Figuren vorbereitet, noch der Schnellschuss-Typ, der einfach so runterschreibt und dann alles überarbeitet. Also fahre ich nun eine Methode die ein bisschen von beidem enthält. Ich schreibe nämlich wirklich ein Buch.

Seit Wochen recherchiere ich, lasse den Drucker qualmen der mir passende Bilder von Charakteren und Schauplätzen ausspuckt, notiere alle möglichen Ideen und schreibe nebenbei schon die ersten zusammenhanglosen Absätze. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber es wird böse! Es wird blutig und heftig, eine Geschichte gestrickt um einen echten Menschenschädel. Ich weiß nicht wie lange das dauern wird, im Moment fühlt es sich endlos an und ein Vorrankommen ist nicht wirklich zu bemerken, aber ich bleibe dran.